Samstag, 29. Dezember 2018

Was Herr Kellerhoff damit wohl gemeint hat

Ein Leserkommentar:
Woher kommt nur diese intensive Affinität der Welt zu Hitler? Lässt sich damit gutes Geld verdienen? Fast jeden Abend laufen die Lobpreisungen Hitlers im Wellt TV. Kein anderer Sender oder Medium pflegt die Erinnerung derart nachhaltig. Vielleicht kann Herr Kellerhoff das einmal erklären. Einer seiner Kollegen hat mir auf diese Frage geantwortet "Hitler geht immer". Was er damit wohl gemeint hat.
https://www.welt.de/geschichte/article186227198/Hochstapler-Der-Mann-der-Adolf-Hitler-erpressen-wollte.html 

Montag, 26. November 2018

Holger Strohm: „Keine Schuld Deutschlands am 1. und 2. #Weltkrieg"

Die Argumente sind teilweise mit Vorsicht zu genießen - John Coleman ist keineswegs exakt und verlässlich. Auch scheint Holger Strohm abermals das englische billions mit deutschen Billionen zu verwechseln - aber auch Milliarden waren inflationsbereinigt damals sehr viel ...

Dienstag, 9. Oktober 2018

Klaus Dreessen: #Hitler – wie lange noch?

Dabei beklagte sich die Naziführung schon beim Boykottaufruf vom 1. April 1933, als vor jedem jüdischen Geschäft und vor den Büros jüdischer Anwalts- und Arztpraxen SS- und SA-Männer Posten bezogen hatten, um die arische Kundschaft fernzuhalten, über „Protestkunden“, die nach dem Motto „nun erst recht“ die jüdischen Geschäfte verstärkt aufsuchten. „Das Volk ist gegen die Judenhetze“, lautete die Überschrift in einer Schrift, die 1936 in Paris erschien, wo es dann im Text weiter hieß: „Wie stark der Widerstand gegen die Pogromtreiber ist, kann man aus keiner Zeitung besser erkennen, als aus dem ‚Stürmer‘. Keine Nummer, in der nicht spaltenlang über ‚Judenknechte‘ geklagt wird.“ Arnold Zweig, ein jüdischer Schriftsteller, der nicht verwandt ist mit Stefan Zweig, schrieb über die Aktion am 1. April 1933: „An diesem Tage bewies das deutsche Volk zweierlei: erstens, dass es sich widerstandslos jeder Maßregel der neuen Macht fügen werde, zweitens aber, dass es bei all seiner Passivität in seiner Masse ein zivilisiertes, gerecht und billig empfindendes europäisches Volkswesen geblieben sei.“ Er schrieb „in seiner Masse“, nicht „einige wenige“.

Klaus Dreessen (2017): Hitler – wie lange noch? Eine Spurensuche auf dem Weg vom Heiligen Römischen Reich der Deutschen zum Deutschland von heute. Norderstedt, S. 464