Hier ein paar Videos zu den Hypothesen einer Flucht Adolf Hitlers nach Argentinien. Wie im früheren Eintrag beschrieben, lassen die forensischen (Nicht-)Beweise für solche Erklärungen noch ein Hintertürchen, auch wenn Hitlers Gesundheitszustand zu diesem Zeitpunkt recht definitiv schon sehr schlecht war.
Die englischsprachige Doku "Revealed: Hitler in Argentina" (2012) von Noam Shalev zeigt in ihrer Kurzform Spuren geflohener Nazis – wie den Hotel-Besitzern Eichhorn – in Südamerika einschließlich von Thesen zu Hitlers Flucht und Überleben in Argentinien auf:
Noam Shalev verteidigt in einem Interview den Film.
"StrengGeheim" gibt eine Version von Informationen, dass Hitler in Argentinien überlebt haben soll, mit gleichzeitigen Zweifeln an deren Echtheit:
Gerrard Williams kommt in einem Interview zu seinem Buch "Grey Wolf. The Escape of Adolf Hitler" sehr engagiert herüber.
Auch dieser deutsche YouTuber, Soeren Gelder, gibt einen Erfahrungsbericht nach seinem Urlaub im argentinischen Bariloche. Berichte von Zeitzeugen scheinen ihm glaubwürdig zu sein.
Eine Reihe von Film-Dokumentationen und Sensationsgeschichten in Zeitungen ist die in der Überschrift formulierte Frage immer noch – unbeantwortet. Fast. Die Geschichte von Adolf Hitler, der sich im Führerbunker am 30.04.1945 umbrachte, ist die offizielle, recht einfache Version. Sie wird schnell komplizierter, wenn man sich die Details und Varianten anschaut.
Zumindest wird sie das, indem sich Zeugen widersprechen. Es gibt z.B. Fotos mit der Nachstellung von zwei alternativen Zeugen-Aussagen, diejenigen von Artur Axmann und Heinz Linge sowie jene von Otto Günsche:
Vor allem Günsches Erinnerung erweist sich als außerordentlich
detailgenau. "Hitler saß auf einem Armsessel", berichtete der den
Ermittlern. "Der Kopf hing über die rechte Schulter, die ebenfalls über
die Lehne hing, die Hand schlaff herunterhängend. An der rechten Seite
eine Einschussstelle." So folgt die bundesdeutsche Justiz schließlich
seiner Beschreibung von der Beschaffenheit des Tatorts und der
Verbrennung der Leichen Hitlers und Eva Brauns.
Die verbrannten Leichen wurden dann in Magdeburg begraben, später wieder ausgegraben und nach Moskau in Archive gebracht. Dort befinden sich heute ein angebliches Schädelteil und das Gebiss der Leiche Hitlers.
Diese etwas skurrile Form der Dokumentation gibt den Ablauf ausführlicher wieder:
Zur früheren Auffassung des sowjetischen Diktators Stalin ohne Kenntnis der angeblichen sterblichen Überreste nochmal "Der Spiegel":
Am Rande der Potsdamer Konferenz verkündete Josef Stalin im Juli 1945,
er wisse nicht, wo Hitler sei; der besiegte Diktator befinde sich in
Spanien oder Argentinien.
Die Tatort-Rekonstruktion stimmt nicht überein damit, dass anhand von Blutspuren auf dem Sofa argumentiert wird. Nach der offiziellen Version nach Günsche lag dort aber nur Eva Braun, die Zyankali genommen haben soll. Hitler soll sich nach Einnahme von Zyankali zudem ja noch erschossen haben. Blut müsste dann zum Sofa hinübergespritzt sein, was jedoch so nicht erklärt wird.
Der Kriminalbiologie Mark Benecke schildert seinen Besuch in dem Moskauer Archiv im Interview mit Alexander Kluge. Der Interviewer erwähnt
… Teile des Sofas, ja, blutbespritzt …
So wurden auch für diese Dokumentation Blutproben vom Sofa untersucht (ab 22:00 Min.):
Auf Anfrage teilt mir Mark Benecke mit, dass die von ihm genommenen Blutproben zu verunreinigt seien, als dass sie einen aussagekräftigen Test erlaubten. Das Gebiss hält er aufgrund von Vergleichen mit Röntgen-Fotos von Hitlers Arzt für sehr wahrscheinlich echt. Eine vollkommene Sicherheit könnten aber nur Gentests geben.
In der hier wiedergegebenen Doku von n-tv werden Gentests jedoch nicht vom Gebiss angefertigt (das in einem KGB-Archiv lagert), sondern nur von den Schädelresten aus einem staatlichen Archiv. Diese dürften auch aufgrund ihrer geringen Dicke und den relativ schwach zusammengewachsenen Nähten des Schädels nicht von Hitler stammen.
Auf der Ebene der Forensik bleibt also weiterhin eine Ungewissheit, solange nicht das Gebiss gentechnisch untersucht wurde. Die von einzelnen Autoren und Dokumentationen zitierten FBI-Akten, in denen ein Überleben Hitlers angenommen wird, sieht Sven Felix Kellerhoff ("Die Welt", 07.10.2015) wohl zu Recht als Gerüchte an.
Natürlich lassen sich
Verschwörungstheoretiker wie Robert Baer von solchen Fakten nicht
abhalten. Kein Indiz wird ihnen genügen, sie von ihrer vorgefassten
Meinung abzubringen. Dabei war Hitler 1945 körperlich ein totales Wrack.
Spätestens ab dem 22. April hatte er aufgegeben, war zum Selbstmord
entschlossen – über den er bereits 1923 nach dem gescheiterten Putsch
und Ende 1932 angesichts der drohenden Spaltung der NSDAP ernsthaft
nachgedacht hatte.
Für Spekulationen, Hitler könnte überlebt haben, lassen die Fakten schlicht keinen Raum.
Nur ist es verwunderlich, dass man auf die beschriebene Weise nicht mit aller Konsequenz eine naturwissenschaftliche Gewissheit über diese Frage herstellen will. Vielleicht ist diese Ungewissheit auch erwünscht, obwohl diese letzte Episode im Leben Hitlers sich so zugetragen hat, wie uns berichtet wird.
Werner Best (1903-1989) Bundesarchiv, Bild 183-B22627 / CC-BY-SA 3.0
Erst Ulrich Herberts Biografie rief eine Person deutlicher in Erinnerung, die für das Dritte Reich eine eminente Bedeutung hatte – auch noch nach 1945, als Werner Best bei der Verteidigung von Angeklagten aus den Reihen der Nationalsozialisten tätig war.
Best war ein Typus des Ideologen, der nicht in der vordersten Front der politischen Agitation tätig war, sondern für das Denken einer elitären Schicht innerhalb der Nazi-Administration umso symptomatischer ist. Er war bis 1942 unter Reinhard Heydrich im „Reichssicherheitshauptamt“ (RSHA) tätig.
Best stand in seinem Denken dem Dezisionismus von Carl Schmitt nahe, indem er sein Handeln stets äußerst pragmatisch anpasste und nicht zwingend einer erklärten Leitidee folgte bzw. dieser Ausdruck gab. Gleichwohl stand für ihn ein Begriff des Nationalen an erster Stelle, d.h. eine unbedingte Behauptung staatlicher Interessen. Später waren es dann die Interessen der angeklagten Kriegsverbrecher, die Best durch Beratung vor Prozessen und Urteilen bewahrte oder diese herauszuzögern half.
Mit äußerster ideologischer Schärfe vertrat er laut Ulrich Herbert die Überzeugung,
wonach auch die Vertreibung und Vernichtung ganzer Völker aus Einsicht in die historische und naturgesetzliche Notwendigkeit richtig und unvermeidlich gewesen sei. Verbrechen, die aus politischen und weltanschaulichen Gründen und mit Zustimmung der Staatsführung begangen wurden, seien daher keine Verbrechen, selbst wenn es sich um Völkermord handelte.
(S. 534)
Wie das "Neue Deutschland" (18.01.2016) berichtet, meint ein gewalttätiger Neonazi allen Ernstes, seinen Auftritt mit der theatralen Übernahme von Attributen Adolf Hitlers verbinden zu müssen:
Ebenfalls am Wochenende hat in Geising (Sachsen) ein Mann auf einem Rodelhang
zwei Flüchtlinge angegriffen. Dabei trug der mutmaßliche Täter einen
auffälligen Aufzug: Mit Hitlerbart und Stahlhelm samt Hakenkreuz
schüchterte er die beiden Asylsuchenden ein, beleidigte diese und schlug
auf einen der beiden ein.
Dass auch bei berechtigten Zweifeln an der Integrierbarkeit der Millionen von Asylbewerbern Gewalt das falsche Mittel ist, versteht sich von selbst. Eine naive Überzeugung von Hitler als Galionsfigur verbindet sich hier augenscheinlich mit einer karnevalesken Lust an der Maskerade.
Auch solcherlei zeigt, dass am Bewusstsein für die realen Umstände der Entstehung und Realität des Hitler-Regimes noch viel zu tun ist. Sonst machen auch neue Nazis ihr Land weiterhin zu einer Karikatur dessen, was es eigentlich sein sollte. (Dass die radikale Linke zu vergleichbaren Lächerlichkeiten neigt, macht den Dialog ebenfalls nicht einfacher.)
"Er wollte vielmehr die totale Kontrolle auch über sein Bild, und sich
keinesfalls mehr eine Blöße geben und lächerlich machen", sagt Esther
Sünderhauf. "Seine Kleidung trug er fortan als eine Art Rüstung, die ihn
unantastbar mache sollte."
Man könnte in manchen Zeitungen eine eigene Rubrik für Adolf Hitler aufmachen. Das gilt jedenfalls für„Die Welt“. Heute wirkt das auf der Website schon im Layout so:
Es stehen also nebeneinander aktuelle Beiträge über den medizinischen Befund, dass Hitler nur einen sichtbaren Hoden hatte („Kryptorchie“); sowie einer über Hitlers Bierkonsum während der Haft in der Festung Landsberg. Beide Artikel sind Auswertungen der neuen Buchveröffentlichung „Hitler als Häftling in Landsberg am Lech 1923/24“ von Peter Fleischmann.
Das ist für Hitler-Interessierte allemal wissenswert. Im Medien-Konzert empfiehlt sich allerdings der Hinweis, dass diese tendenziell voyeuristischen Einblicke in der Privatleben der Person Hitler einen gewissen Sensationalismus bedienen – die massentauglichen Themen Sex und Alkohol.
Man würde sich wünschen, dass etwa „Welt“-Autoren wie hier Sven Felix Kellerhoff – pardon, aber nach diesem Artikel kann man nicht anders – die Eier hätten, vergleichbare Themen auch für die Gegenwart anzusprechen. Über einen toten Hitler Pikantes auszubreiten, ist relativ wohlfeil. Die Rolle von (Nicht-)Sexualität in der Gegenwart könnte einen Springer-Verlag durchaus ins Schwitzen bringen. Denn plötzlich müsste man über die Porno-Industrie sprechen. Wirklich sprechen. Oder man könnte sich über die Alkohol-Kulturen einmal Gedanken machen, die über Weinverkostung oder vereinzelte Komasaufen-Alarme hinausgehen. Tja. Was nicht ist, kann ja noch werden.
Nach dem Zweiten Weltkrieg dinierte Churchill während eines
Gipfeltreffens mit dem saudischen König in Kairo in dessen Herrscherzelt
und ließ sich dabei, wie er es gewohnt war, von seiner Umgebung
Zigarren und Alkohol reichen. Als man ihn jedoch diskret darauf hinwies,
dass dies nach islamischem Glauben eine Versündigung sei, gab er zur
Antwort: "Seine Hoheit möge verstehen, dass Zigarren und Alkoholkonsum
Teile der abendländischen Kultur sind, auf die er nicht verzichten
möchte." So spricht ein Pascha zu einem anderen.
Zu Hitler klingt es bei Kellerhoff betreffs „Mein Kampf“ so:
Ohne Zweifel liest sich der vor Hass triefende Text so, als wäre er im
Vollrausch geschrieben – doch wahrscheinlicher ist, dass Hitler dazu
auch ohne Alkohol in der Lage gewesen ist.
So bleibt die Welt (diesmal die reale) fein säuberlich in Gut und Böse eingeteilt. Ohne das hier ausführen zu können: Die verbalen Bekenntnisse Hitlers muten gegenüber anderen Taktiken innerhalb der internationalen Machtspiele aus einer Sicht geradezu naiv an. Eine historische Bewertung hat einen Begriff wie „Hass“ in all seinen Facetten zu beleuchten. Und schon in puncto Totalitarismus hat das britische Königreich schon keine Geschichte, die sich irgendeines ernsthaften humanistischen Anspruchs rühmen könnte. Neben anderen Beispielen auf der interessanten Seite www.listverse.com findet sich dies:
Under slogans like “labor and freedom” and other variations on ”Arbeit macht frei,”
inmates were worked to death as slave labor filling in mass graves.
Random executions were not-uncommon and the use of torture was
widespread. Men were anally raped with knives. Women had their breasts
mutilated and cut off. Eyes were gouged out and ears cut off and skin
lacerated with coiled barbed wire. People were castrated with pliers
then sodomized by guards. Interrogation involved stuffing a detainee’s
mouth with mud and stamping on his throat until he passed out or died. Survivors were sometimes burned alive.
The official body count is under 2,000, but more reliable estimates
place the total dead in the tens or hundreds of thousands. Most of them
were civilians or children, detained on vague, trumped-up charges of
aiding the rebels.
Zum Thema Churchill kann man außerdem nicht verschweigen:
In 1943, a deadly famine swept the Bengal region of modern East India
and Bangladesh. Between one and three million people died in a tragedy
that was completely preventable. At the time, the extent of suffering
was put down to an incompetent British government too busy dealing with a
war to look after its empire properly. But in 2010 a new book came out
claiming the lack of famine relief was deliberate and that the deaths of
those millions had been intentionally engineered by one man: Winston Churchill.
Gut, dass Churchill selbst das nicht so genau selbst aufgeschrieben hat. Und gut, dass der Hass sich immer auf deutscher Seite findet. So dauert es noch ein wenig, bis unser Bild der Geschichte an Gestalt gewinnt. Man wird anschließend sehen, wer hierbei besonders hilfreich war.
Und dass die Krypt- auch eine Monorchie ist, darf ebenfalls bedacht sein.
Rudolf Steiner entwickelte eine Lehre vom Saturn, die sich sowohl von der zeitgenössischen Astrologie wie auch von anderen Okkult-Lehren der Zeit – wie etwa der „Fraternitas Saturni“ nach Aleister Crowley – unterschied.
Er nahm dabei mehrere „Weltentwicklungsstufen“ an, die aufeinander gefolgt seien. Eine solche Kosmologie zaubert Steiner regelrecht aus dem Hut – niemand kann wohl erklären, woher er derlei gewusst haben will.
„Weltentwicklungsstufen“ nach Rudolf Steiner Die ersten 4 planetarischen Weltentwicklungsstufen: Alter Saturn - Alte Sonne - Alter Mond - Erde; Wandtafelzeichnung aus GA 354, S.17
Die sieben planetarischen Entwicklungsstufen entsprechen sieben aufeinanderfolgenden planetarischen Verkörperungen - das Prinzip der Reinkarnation ist universell und gilt nicht nur für Einzelwesen, sondern auch für ganze Welten. Drei planetarische Verkörperungen liegen bereits in der Vergangenheit. Rudolf Steiner bezeichnet diese alten Planeten als alter Saturn, alte Sonne und alter Mond. Dann folgt unsere gegenwärtige Erde als vierte Stufe. Drei weitere Verkörperungen werden in der Zukunft noch folgen, ein neuer Jupiter, eine neue Venus und der sogenannte Vulkanzustand.
Zwischen den planetarischen Verkörperungen, den sogenannten Manvantaras, liegen rein geistige Zustände, die Pralayas genannt werden. Die Namen dieser okkulten Planeten sind aus bestimmten inneren Gründen an unsere heutigen Planeten angelehnt, dürfen aber nicht mit diesen verwechselt werden. Angestoßen wurde die ganze Entwicklung dadurch, dass die Throne, die Geister des Willens, einen Teil ihrer Willenssubstanz hinopferten und dadurch die Wärmesubstanz hervorbrachten, aus der sich der alte Saturn aufbaute. Erst auf der alten Sonne kam das Luftelement dazu, auf dem alten Mond das Wasserelement und erst auf unserer Erde das feste kristalline Erdelement.