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Mittwoch, 9. Dezember 2015

Rudolf Steiners Saturn-Lehre – #Anthroposophie

Rudolf Steiner entwickelte eine Lehre vom Saturn, die sich sowohl von der zeitgenössischen Astrologie wie auch von anderen Okkult-Lehren der Zeit – wie etwa der „Fraternitas Saturni“ nach Aleister Crowley – unterschied.

Er nahm dabei mehrere „Weltentwicklungsstufen“ an, die aufeinander gefolgt seien. Eine solche Kosmologie zaubert Steiner regelrecht aus dem Hut – niemand kann wohl erklären, woher er derlei gewusst haben will.

„Weltentwicklungsstufen“ nach Rudolf Steiner
Die ersten 4 planetarischen Weltentwicklungsstufen: Alter Saturn - Alte Sonne - Alter Mond - Erde; Wandtafelzeichnung aus GA 354, S.17
Das Anthro-Wiki erklärt zu den „Weltentwicklungsstufen“:
Die sieben planetarischen Entwicklungsstufen entsprechen sieben aufeinanderfolgenden planetarischen Verkörperungen - das Prinzip der Reinkarnation ist universell und gilt nicht nur für Einzelwesen, sondern auch für ganze Welten. Drei planetarische Verkörperungen liegen bereits in der Vergangenheit. Rudolf Steiner bezeichnet diese alten Planeten als alter Saturn, alte Sonne und alter Mond. Dann folgt unsere gegenwärtige Erde als vierte Stufe. Drei weitere Verkörperungen werden in der Zukunft noch folgen, ein neuer Jupiter, eine neue Venus und der sogenannte Vulkanzustand.

Zwischen den planetarischen Verkörperungen, den sogenannten Manvantaras, liegen rein geistige Zustände, die Pralayas genannt werden. Die Namen dieser okkulten Planeten sind aus bestimmten inneren Gründen an unsere heutigen Planeten angelehnt, dürfen aber nicht mit diesen verwechselt werden. Angestoßen wurde die ganze Entwicklung dadurch, dass die Throne, die Geister des Willens, einen Teil ihrer Willenssubstanz hinopferten und dadurch die Wärmesubstanz hervorbrachten, aus der sich der alte Saturn aufbaute. Erst auf der alten Sonne kam das Luftelement dazu, auf dem alten Mond das Wasserelement und erst auf unserer Erde das feste kristalline Erdelement.

Der Volltext:
Rudolf Steiner: Die Schöpfung der Welt und des Menschen. Erdenleben und Sternenwirken
Gesamtausgabe, Band VIII. – Vierzehn Vorträge, Dornach 30. Juni bis 24. September 1924

Sonntag, 29. November 2015

National Geographic zu #Okkultismus im #Nationalsozialismus

Diese Dokumentation ist eine Einführung in das Thema, in den meisten Punkten rechtlich sachlich und gesichert. Sie bietet einen Überblick zu Standard-Argumenten und macht mit Autoren bekannt, die zum Thema Nazi-Okkultismus gearbeitet haben. Dazu zählen Nicholas Goodrick-Clarke, Stephen Flowers, Peter Levenda, außerdem Kolleen Guy und Courtenay Raia-Grean.


Zu den relativ ungesicherten Episoden gehört die - hier relativ stark betonte - Beziehung Adolf Hitlers zu dem Wahrsager Erik Jan Hanussen einschließlich dessen Überreichung einer Alraunen-Wurzel. Im Bild zu sehen ist das gemalte Bild dieser Szene, begleitet von einem Zeitungsbericht (laut dieser Quelle ein österreichisches Blatt).


Ingo Bading kommt zu der Einschätzung:
Die kommunistischen Zeitungen jener Zeit gehen wie selbstverständlich davon aus, daß Hanussen Hitlers künftiger Reichs-Astrologe ist. Soweit übersehbar hat das Hitler niemals dementieren lassen. Dazu bestand auch kein Anlaß, denn Hanussen war sicher - wenn nichts anderes - mit seinen Voraussagen ein nützlicher Propagandist der Machtübernahme der Nationalsozialisten. Schon aus diesem Grund - und natürlich wegen der auch sonst gut bezeugten astrologischen und okkulten Interessen Hitlers - wäre es absurd, wenn Hitler nicht den persönlichen Kontakt zu Hanussen gesucht hätte. Dieser ist ja denn auch durch zahlreiche weitere Personen bezeugt.

Dienstag, 28. Januar 2014

Video-Dokumentation: Die okkulte Geschichte des Dritten Reichs



Dokumentation von Dave Flitton für den "History Channel" über die Einflüsse des Okkultismus auf die Entwicklung und Ideologie von Adolf Hitlers Nazi-Regime. Der Nationalsozialismus war durch die esoterischen Interessen von Männern wie Rudolf Heß und Heinrich Himmler immer auch von okkulten Lehren mitbestimmt - ablesbar an der Arbeit von Himmlers SS-Ahnenerbe. Dabei spielte die Erforschung der Herkunft von Runen ebenso eine Rolle wie die Rassentheorien zu "Hyperboreern" und Ariern, die angeblich aus dem mythischen Atlantis stammen sollten. Hierbei liegen die Ursprünge in der Theosophie der Helena P. Blavatsky.
Prägend für jene Vorstellungen, die etwa der Mystiker Karl Maria Wiligut auf Nazi-Führer wie Himmler übertrugen, sind die Publikationen des Jörg Lanz von Liebenfels und seines "Neuen Templerordens" (Ordo Novi Templi) sowie jene der "Armanenschaft".
Auch in der Münchener "Thule-Gesellschaft" und ihres noch geheimeren "Thule-Ordens" wurden diese Ideologien verbreitet. Mehrere spätere Nazi-Führer wie Alfred Rosenberg, Rudolf Heß und Hitlers Mentor Dietrich Eckart waren Mitglieder der Thule-Gesellschaft oder zeitweise deren Gäste.
Die Vorstellungen aus okkulten Traditionen und esoterischen Systemen der Welterklärung hatten Einfluss auf die Mystik des Nationalsozialismus und der Eliteorganisation der SS. Symbole aus grauer Vorzeit und die Symboliken von Runen und Feuer prägten so die Bildsprache der Nazi-Propaganda.
Die zweiteilige Dokumentation zeigt dies an historischen Bilddokumenten und Filmausschnitten auf.